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Berlusconi ist zurückgetreten.

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Roma, 13 novembre 2011-Nach dem Rücktritt von Ministerpräsident Silvio Berlusconi haben am Sonntag bei Staatspräsident Giorgio Napolitano erste Gespräche über die Bildung einer neuen italienischen Regierung begonnen. Napolitano will dabei ausloten, ob der Wirtschaftswissenschaftler und frühere EU-Kommissar Mario Monti genug Unterstützung im Parlament hat, um als Ministerpräsident eine neue Regierung zu bilden.

%varese1910 %vareseAm späten Samstagabend war der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi zurückgetreten. Der Medienmilliardär hatte sich kurz vor 21.00 Uhr zum Quirinalspalast von Staatspräsident Giorgio Napolitano begeben. Er kam dort fast eine halbe Stunde später an als ursprünglich vorgesehen.

Die Nachricht des Rücktritts wurde von tausenden Berlusconi-Gegnern in den Straßen Roms mit Beifall, Jubel und spontanen Hupkonzerten aufgenommen.

Vor dem Quirinalspalast brachen hunderte Demonstranten in Jubel aus. Sie stimmten Händels „Halleluja“ aus dem Oratorium „Der Messias“ an. Tausende Italiener strömten in die Innenstadt.

Tritt ab, geh nach Hause“, lauteten Sprechchöre gegen Berlusconi, als dieser das Abgeordnetenhaus durch den Hintereingang verließ. Rufe wie „Hau ab, Mafioso“ hatten den umstrittenen Ministerpräsidenten bei seiner Abfahrt aus seiner Villa Grazioli auf dem Weg zum Quirinalspalast begleitet. Ein Sturm der Entrüstung „Hanswurst, Hanswurst“ empfing ihn, als er – schwer eskortiert – dort eintraf.

In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur ANSA zeigte sich der 75 Jahre alte Politiker „tief verbittert“ angesichts der Anfeindungen. In den vergangenen 17 Jahren war Berlusconi insgesamt zehn Jahre lang in Italien Regierungschef. Zuletzt hatte er sich aber hauptsächlich wegen Sex- und Bestechungsskandalen in mehreren Prozessen verantworten müssen.

Wenige Stunden vor seinem Rücktritt hatte die Abgeordnetenkammer den Weg dafür frei gemacht: Nach dem Senat billigte sie die von der EU geforderten Wirtschaftsreformen. Berlusconi hatte dies zur Voraussetzung für seine Amtsaufgabe gemacht. Die Abgeordneten stellten sich mit 380 zu 26 Stimmen hinter die Reformen. Zwei Parlamentarier enthielten sich.

Als Nachfolger ist der ehemalige EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti im Gespräch. Von dem Wirtschaftsfachmann erhoffen sich die Italiener Lösungen für das hoch verschuldete und unter starkem Druck der Finanzmärkte stehende Land.

Eine Alternative zu einer Notregierung wären Neuwahlen. Napolitano muss prüfen, welche Lösung sich anbietet. Er selbst mache sich für eine Regierung unter Monti stark, wie italienische Medien übereinstimmend berichten. Der Rücktritt Berslusconis wird in Italien als Ende einer Ära gewertet. 17 Jahre lang bestimmte der heute 75-jährige Medienmogul politisch das Geschehen in seinem Land.

 

Da Franffurter Allgemeine   www.faz.net

Posted by on 13/11/2011. Filed under News From The World. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

One Response to Berlusconi ist zurückgetreten.

  1. Markus Rispondi

    13/11/2011 at 18:33

    Monti ist sicher keine komplett falsche Wahl aber es wäre angemessen gewesen, wenn nach den vielen Jahren einer rechten Politik, die Linken dort einen Ausgleich herbeigeführt hätten. So bleibt das Poilitikniveau wahrscheinlich erhalten.

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